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Der Border Collie brilliert in den unterschiedlichsten Ausbildungsbereichen. Neben seiner ursprünglichen Aufgabe, dem Hüten von Schafen, findet er sich heutzutage auf jedem Agility-Turnier, in jeder Rettungshundestaffel und in jeder Obediencegruppe wieder. Wir geben Ihnen einen Einblick in die Ausbildungsmöglichkeiten, die Sie einem Border Collie bieten können.
Hütearbeit Agility Flyball Obedience Dogdancing Ausstellen Sonstiges Grundgehorsam und Spieletipps
Die eigentliche Aufgabe, die ein Border Collie ausübt, ist das Arbeiten, genauer gesagt das Hüten von Schafen. In diesem Bereich wird er seit Jahrhunderten eingesetzt und es ist erstrebenswert, daß er diese überragende Fähigkeit, Schafe zu dirigieren und somit dem Schäfer einen Großteil der Arbeit abzunehmen, beibehält. Es gibt wohl auf der ganzen Welt keine zweite Hunderasse, die die Bereitschaft und die Fähigkeit zum Arbeiten besitzt wie der Border Collie. Seine Intelligenz, seine Wendigkeit, aber auch sein Einfühlungsvermögen im Umgang mit Schafen machen ihn zum beliebtesten Hütehund auf der Welt. In England haben die Schäfer schon früh damit begonnen, ihre Hunde in sogenannten Sheepdogtrials gegeneinander im Schafehüten antreten zu lassen. Man wollte herausfinden, welcher Hund der beste ist, und ein Gewinn einer solchen Veranstaltung brachte viel Prestige, Ansehen und, was nicht selten vorkam, Geld im Falle der Veräußerung eines Hundes oder seiner Nachzucht. Solche Veranstaltungen fanden einen regen Zuspruch seitens der Zuschauer und heute werden solche Trials sogar im Fernsehen übertragen. Auch in Deutschland werden solche Hütetrials mittlerweile recht häufig ausgetragen. Wie ein solcher Wettbewerb abläuft, soll im folgenden kurz beschrieben werden. Es gibt drei Kategorien, in denen gestartet wird. Die Anfänger, die Fortgeschrittenen und die sogenannte Offene Klasse, in der die "Profis" starten. Die Parcoursgestaltung ist in der Grundstruktur immer gleich, kann aber, je nach Gelände, variieren. Die Aufgabenverteilung und eine Zeitbegrenzung richten sich nach der jeweiligen Starterkategorie, wobei klar sein dürfte, daß die Anfänger ein leichteres Programm haben als die Cracks in der Offenen Klasse. Jeder Lauf von einem Hund und dessen Besitzer, der sein Tier durch Kommandos führt, selbst aber nicht mitläuft, ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Für jeden Abschnitt vergibt ein Richter, der für die Bewertung des Laufes zuständig ist, Punkte. Es gibt für jede Aufgabe eine Maximalpunktzahl, von der im Falle möglicher Fehler Punkte abgezogen werden. Die im folgenden verwendeten Begriffe bitte ich unten auf der Seite, wo die Fachbegriffe erklärt werden, nachzulesen.
Beim Outrun und beim Lift wird bewertet, wie der Hund sich den Schafen annähert. Es wird darauf geachtet, wie die Schafe auf den Hund reagieren, denn Bedrohungen werden von sensiblen Tieren wie Schafen in der Regel mit Flucht quittiert. Nähert sich der Hund zu schnell, wird dies genauso negativ bewertet, als wenn er zu lange braucht, um an sein Ziel zu gelangen. Sollte der Hund beißen oder zuschnappen bedeutet dies die Disqualifikation des Tieres. Optimal ist es, wenn der Hund die Schafe von Anfang an unter Kontrolle hat, wenn er Ruhe ausstrahlt und souverän und ohne die Schafe zu ängstigen diese führt. Für diese Arbeitsweise ist der Border Collie bekannt, unter anderem aus diesem Grunde ist er auch der beliebteste Hütehund. Nun kommt es darauf an, wie sich die Schafe treiben lassen, ob sie die einzelnen Hindernisse wie verlangt passieren. Es ist auch sehr wichtig, in welcher Linie sie sich bewegen, denn nur wenn diese gerade verläuft, erhält der Hund die volle Punktzahl. Jedes Abweichen der gedachten Linien wird mit Punktabzug bestraft. Die Schafe sollen sich stets ruhig und gleichmäßig ohne anzuhalten oder fortzulaufen bewegen. Man kann sich leicht vorstellen, wie viel Arbeit in der Ausbildung eines solchen Hütehundes steckt. Er muß auf jeden Befehl seines Herrn sofort hören, tut er dies nicht und muß der Hundeführer zu sehr korrigierend eingreifen, werden ebenfalls Punkte abgezogen. Nach jedem Durchgang werden die Schafe gewechselt, um eine Überbeanspruchung der Tiere zu verhindern. So hat auch jeder Teilnehmer die gleichen Voraussetzungen. Gewinner einer solchen Veranstaltung ist der Hund, welcher die wenigsten Fehler verursacht.
Fachbegriffe kurz erklärt
Als Outrun bezeichnet man das Hinauslaufen des Hundes zu den Schafen. Gibt der Hundeführer das entsprechende Kommando, läuft der Hund links oder rechts in einem großen Bogen hinaus um die Schafe herum, so dass diese nicht mehr zurück in den Pferch laufen können. Dort verweilt der Hund in entsprechendem Abstand zu den Tieren und wartet auf das nächste Kommando. Dabei soll er die Schafe nicht beunruhigen. Punktabzüge gibt es für ein zu enges Herumlaufen, auch dann, wenn der Hund gerade auf sie zuläuft oder, was am schlimmsten bestraft wird, wenn er vor den Schafen von der linken auf die rechte Seite kreuzt. Ein Kommando sollte genügen, für zusätzliche Anweisungen gibt es wieder Punktabzüge.
Unter Lift versteht man das Aufnehmen und in Bewegung setzen der Schafe. Er geht dabei von seiner nach dem Outrun erreichten Position gleichmäßig auf die Tiere zu, damit diese sich langsam und in möglichst gerader Linie über den Parcours zum Hundeführer hin bewegen. Dem Lift kommt eine essentielle Bedeutung zu. Durch zu schnelles Nähern kann er die Schafe zur Flucht veranlassen, zu langsames Vorgehen wird vom Richter mit Punktabzug bestraft.
Fetch bedeutet, dass der Hund die Schafe nun auf möglichst gerader Linie durch das Fetchgate zu seinem Hundeführer bringt. Bestraft werden hierbei jegliche Abweichungen von der geraden Linie, jedes Schaf, das nicht durch das Gate geht und ein zu weites Auseinanderlaufen der Schafe. Beim Hundeführer angelangt muss der Hund die Schafe nun um diesen herum treiben. Dies soll weder zu eng an diesem vorbei noch zu weit von ihm entfernt geschehen.
Nun sollen die Schafe vom Halter weg zum ersten Drivegate getrieben werden. Die Schafe sollen durch dieses hindurch gehen, dann quer über den Parcours durch das zweite Drivegate geführt werden und dann zurück zum Trennungsring gelangen. Auch hierbei ist eine gerade Linie, in der die Schafe laufen, einzuhalten. Saubere Wendungen an den Wendepunkten verhindern ebenso einen Punktabzug wie die Vermeidung von Fehlern, die schon beim Fetch angesprochen wurden.
Im Trennungsring wird der Hundeführer gemeinsam mit seinem Tier eine bestimmte Anzahl von Schafen abtrennen. Dazu stehen sich der Hund und sein Halter gegenüber. Der Hundeführer schafft durch vorsichtiges Drücken eine Lücke zwischen den zwei Schafgruppen und ruft dann seinen Hund dort in die Lücke hinein. Der Hund bekommt durch einen Schritt des Hundeführers in Richtung der Gruppe, die er führen soll, signalisiert, dass er diese Schafe übernehmen soll. Diese Gruppe kontrolliert er nun und beweist seine Fähigkeit, einzelne Tiere von der Herde zu trennen, falls dies notwendig wird, etwa bei einem Unfall auf der Weide. Der Trennvorgang geschieht nur innerhalb des Rings. Punktabzüge gibt es, wenn der Hundehalter die Trennung ohne den Hund vollzieht, sich ein Schaf aus dem Ring bewegt, wenn eine gute Gelegenheit zum Trennen verpasst wird, wenn der Hund das Trennkommando nicht befolgt oder wenn er die abgetrennten Schafe nicht kontrollieren kann. Die abgetrennten Schafe, die der Hund nach dem Trennen aus dem Ring getrieben hat, soll er nun wieder mit den zurückgelassenen Tieren im Ring versammeln und dort halten, bis der Hundehalter an seine Ausgangsposition zurückgekehrt ist und neue Kommandos gibt.
Als letztes folgt nun noch das Einpferchen. Am Tor des Pen ist ein zwei Meter langer Strick befestigt. Hat der Hundeführer diesen einmal in die Hand genommen, darf er ihn nicht wieder loslassen, bis sein Hund die Schafe in den Pen (Pferch) getrieben hat. Er öffnet das Tor und gibt seinem Hund den Befehl, die Schafe in den Pen hereinzutreiben. Der Hund soll die Arbeit alleine vollbringen, wenngleich ihm sein Halter mit Kommandos helfen darf. Nur die Schafe dürfen nicht berührt werden. Hat der Hund diese letzte Aufgabe erfüllt, wird der Pferch geschlossen und der Lauf ist beendet.
Der Trialparcours

Zunächst läuft der Hund hinaus, um die Schafe zu erreichen (Outrun). Danach nähert er sich den Schafen und setzt sie in Richtung Schäfer in Bewegung (Lift). Dann treibt er die Schafe auf den Schäfer durch das Fetchgate zu (Fetch). Dort angelangt, treibt er sie dann vom Schäfer weg durch das Drivegate (Drive) und dann quer vor dem Hundeführer entlang durch Drivegate 2. Zum Trennen der Schafe werden sie in den Sheddingring getrieben (Shed). Danach werden sie eingepfercht (Pen).
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Geschichte des Agility
Agility hat 1998 seinen zwanzigsten Geburtstag gefeiert. Zum ersten Mal wurde diese Hundesportart auf der Cruft`s Hundeschau (England) im Februar 1978 vorgestellt. John Varley wurde damals gefragt, ob er mit einem unterhaltsamen, lustigen Programm die Zuschauer in der Haupthalle unterhalten könne. Dies sollte er in der Pause zwischen der Obediencevorführung und dem eigentlichen Richten der Hunde durchführen. Johns Hauptinteresse galt damals Pferden und so versuchte er ähnlich den Reit- und Springveranstaltungen dort auch mit Hunden so etwas durchzuführen. Zusammen mit Peter Meanwhile transferierte er die Pferdesprünge in die Hundewelt und so war Agility in seinen Grundzügen entstanden. Die Zuschauer waren begeistert ob der grandiosen Vorstellung, die die beiden Pioniere mit ihren excellent ausgebildeten Hunden boten. Einige Jahre später schwappte die Agility-Welle auch über den großen Teich nach Amerika. Dort gibt es vier große Agilityorganisationen: Die USDAA, NADAC, AKC und die UKC. Es gibt noch einige kleinere Vereinigungen dort, zu denen auch die älteste amerikanische Agilityvereinigung zählt, die AAAI, gegründet 1984. Etwa zur gleichen Zeit wie nach Amerika kam Agility auch nach Australien, wo es vorrangig durch Border Collie Besitzer ausgeübt wird, da es dort sehr viele Border Collies gibt. Die Vereinigung dort ist dem Australian Shepherd Club untergliedert. Auch in Kanada gibt es mittlerweile ein eigenes Agilityprojekt mit einem eigens dafür gegründeten Verband.
In Deutschland wurde Agility während des letzten Jahrzehnts auch immer populärer. Über anfänglich kleine Veranstaltungen entwickelte es sich hierzulande zu einem regelrechten Hundemassensport. Seit Jahren gibt es nun auch Deutsche Meisterschaften, die sich gerade auch beim Publikum größter Beliebtheit erfreuen. Diese finden unter dem Dachverband
des VDH und des DVG (Deutscher Verband der Gebrauchshundesportvereine e.V.) statt. Selbst Bundes- und Regionalligen gibt es mittlerweile, die Anzahl der Teilnehmer ist schier unüberschaubar. Das deutsche Team schneidet bei Weltmeisterschaften regelmäßig hervorragend ab und häufig sind die qualifizierten Teilnehmerhunde Border Collies. Deutschland war bereits zweimal Ausrichter der Agilityweltmeisterschaften und bot den Teilnehmern ideale Rahmenbedingungen. Besucht man heute ein Agilityturnier, so wird einem die überwältigende Anzahl von Border Collies auffallen. Zahlreiche Hundesportler haben diese Rasse für sich als idealen Partner dieses Sports ausgewählt.
Die Agility Hindernisse
A. Sprungelemente
1. Die einfache Hürde
Eine Stange liegt auf zwei Auslegern, die in die festen Seitenteile eingesteckt werden. In der Regel begreift der Hund sehr schnell, dass er diese Stange überspringen soll, wenn sie anfangs sehr niedrig gesteckt ist und der Hundeführer mit ihm zusammen die Stange überspringt.
2. Die Busch- oder Besenhürde
Sie verlangt schon etwas mehr Vertrauen vom Hund, da der mittlere Teil blickdicht ist und der Hund somit nicht sieht, wo er nach dem Absprung hinter der Hürde landen wird. Das gleiche gilt für Viadukt oder Mauer. Es bedarf einiger Übungseinheiten, um das nötige Vertrauen aufzubauen, um ins Unbekannte zu springen.
3. Der Reifen
Er bereitet vielen Hunden anfangs Schwierigkeiten. Dieses Gerät wird in vielen Ausführungen verwendet. Es reicht vom schmalen Reifen mit großem Durchmesser bis hin zum dicken Reifen mit kleinerem Durchmesser. Die Variationen sind vielfältig. Der Hund hat zunächst Angst, hindurchzuspringen, weil in ihm das Gefühl aufkommt, dass der Reifen ihn einengen könnte. Er wird daher versuchen, ihn zu unterlaufen oder an ihm vorbei zu springen.
4. Der Weitsprung
Sprungkraft und Präzision wird beim Weitsprung vom Hund verlangt. Er darf zwar die einzelnen Weitsprungelemente berühren, aber keines der Teile darf umfallen. Auch die Begrenzung darf nicht seitlich durchsprungen werden, daher sollte der Weitsprung immer in gerader Linie angegangen werden.
B. Geschicklichkeitshindernisse
1. Der Tunnel
Zu den Geschicklichkeitshindernissen gehören der feste und der Sacktunnel sowie Tisch und Slalom. Beide Tunnel erscheinen dem Hund als dunkles Loch. Es gilt für ihn, allen Mut zusammen zu nehmen und hinein zu laufen. Um diese Geräte zu üben, sollte man sie zunächst etwas zusammenschieben, damit der dunkle Weg anfänglich möglichst kurz ist.
2. Der Tisch
Er ist das Ruheelement unter den Geräten. Hier muß der Hund fünf Sekunden in vorgegebener Position (Platz, Sitz oder Steh) ruhig verweilen. Oft haben die Hunde anfänglich zu viel Schwung beim Aufspringen und können sich auf der glatten Oberfläche nicht festhalten, so dass sie gleich wieder herunterrutschen.
3. Der Slalom
Er ist das schwierigste Element im Agility. Es verlangt sehr viel Geschicklichkeit vom Hund und Geduld und Ausdauer vom Hundeführer. Zwölf Stangen, die im Abstand von ca. 60cm hintereinander gesteckt sind, müssen im Zick-Zack Kurs durchlaufen werden. Dabei muß der Hund korrekt von rechts zwischen der ersten und der zweiten Stange einfädeln, darf den Lauf nicht unterbrechen oder vorzeitig beenden, in dem er sich vom Gerät entfernt. Es dauert oft Monate, bis der Hund dieses Gerät selbständig beherrscht. Hierzu gibt es unterschiedliche Trainingsmöglichkeiten, so z.B. Drähte so um die ersten Stangen zu biegen, dass der Hund "nur richtig laufen kann". Auf den Buchtippseiten gibt es natürlich Hinweise auf Agility-Bücher.
C Kontaktzonengeräte
1. Die Wippe
Sie ist das schwierigste Kontaktzonengerät. Sie hat nicht nur farblich gekennzeichnete Zonen am Anfang und am Ende, die der Hund jeweils beim Auf- und Abgang mindestens mit einer Pfote betreten muß, sondern auch einen Kipppunkt, den es genau zu ertasten gilt. Beim Training hat es sich bewährt, auf die Kontaktzonen ein Leckerli zu legen, so dass der Hund stets auch wirklich die Markierung berührt.
2. Die Steil- oder A-Wand
Sie ist für die wenigsten Hunde ein Problem. Da sich das Gerät nicht bewegt, läuft der Hund auf der einen Seite hinauf und auf der anderen Seite hinunter. Auch hier gilt, dass er die farblich gekennzeichneten Zonen jeweils beim Auf- und Abgang mit mindestens einer Pfote berühren muss.
3. Der Steg
Er ist das größte Agility Gerät. Es besteht aus drei einzelnen Teilen, wobei jedes Teil 3,60m bis 4,20m lang ist: Dem leicht ansteigenden Aufstieg, dem geraden Mittelteil, der ca. 1,30m hoch über dem Erdboden liegt und dem leicht abfallenden Teil. Auch hier gilt für den Hund, die farblich gekennzeichnete Kontaktzone zu betreten.
Agility Parcours
Die unten abgebildete Grafik zeigt einen typischen einfachen Agilityparcours:

Beschreibung:
Nach dem Start kommt zunächst ein Sprung, danach die Wippe, hierauf der Sack-Stofftunnel, der Reifen, der feste Tunnel, der Laufsteg, der Tisch, die Steilwand, die zusammen mit dem festen Tunnel eine Verleitung bildet, dann noch drei Sprünge und schon ist es geschafft.
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Wie alle verrückten Sportarten kommt auch Flyball aus den USA. Es wurde dort Ende der 70er Jahre in Kalifornien erfunden. Dort und in Kanada hat sich die Sportart in den folgenden Jahren ebenso rasant entwickelt wie bei uns etwa derAgilitysport in den letzten Jahren.Über England und Belgien hat Flyball später in ganz Europa Einzug gehalten, wobei erwähnt werden sollte, dass es hier immer noch in den Kinderschuhen steckt. Hierbei handelt es sich um einen Staffellauf mit 4 Hunden pro Team.
Zwei Mannschaften starten gleichzeitig auf zwei parallel aufgebauten Bahnen. Es dürfte klar sein, dass das Team gewinnt, dessen Hunde am schnellsten hintereinander den Parcours überwinden. Das Schaubild zeichnet einen Flyballparcours, an dem kurz erläutert werden soll, wie das ganze funktioniert: An der Start-Ziel Linie beginnt der Wettkampf. Jedes Team schickt den ersten Hund in den Parcours, dieser überspringt die vier jeweils in einer Entfernung von 3 Metern aufgestellten Hürden, tritt auf die Flyballmaschine, fängt den ausgeworfenen Ball, läuft über die 4 Hürden zurück und schickt somit bei Überschreiten der Ziellinie den nächsten Hund ins Rennen. Die anderen Hunde wiederholen diesen Vorgang, bis alle gestartet sind. Wichtig ist, dass alle Hunde fehlerfrei laufen und den Ball zu ihrem Herrchen apportieren.
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Wie viele andere Hundesportarten auch stammt Obedience aus England. Übersetzt man diesen Begriff ins Deutsche, so bedeutet er "Gehorsam". In Deutschland wird Obedience zunehmend populärer und seit dem 01.07.2002 besteht ein eigenes
Reglement. Einfach ausgedrückt ist Obedience ein Unterordnungswettbewerb. Ein harmonisches, möglichst perfektes Miteinander von Hund und Mensch ist nötig, um im Obedience erfolgreich zu sein. Grundbedingung hierzu ist zunächst erst einmal, dass der Hund den Grundgehorsam perfekt beherrscht. Auf Kommandos wie Steh, Sitz, Platz oder Bleib bauen viele Obedienceübungen auf, Kernelement ist sicher auch das Bei-Fuß-Gehen. Typische Übungen sind weiterhin das Vorausschicken, das Apportieren und als ebenfalls sehr wichtiger Punkt die Distanzkontrolle. Es erfordert schon sehr viel Übung, um seinen Hund in einer Entfernung von bis zu dreißig Metern sicher zu dirigieren. Grundsätzlich kann man mit dem Obediencetraining mit jeder Hunderasse in jedem Alter beginnen. Diese Ausbildungsmethode zeichnet sich dadurch aus, dass
sie die positive Verstärkung einsetzt und versucht wird, sämtlichen Druck von dem Hund zu nehmen, so dass er jede Übung aus freien Stücken und mit viel Spaß durchführt. Sieht man sich beispielsweise in England Obediencewettbewerbe an, so wird
einem auch in dieser Sportart der hohe Anteil an Border Collies als teilnehmende Hunde auffallen. Durch seine sensible, außergewöhnliche Art zu arbeiten eignet er sich wiederum ganz besonders dafür. Wer weitere Informationen zum Thema wünscht, sollte sich die Buchtitel von Brian McGovern (Competitive Obedience for Winners) oder Angela White einmal genauer ansehen. Eine sehr informative Homepage zum Thema bietet die IG-Obedience an.
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Dogdancing ist eine Form des Freestyle Obedience. Grundlage ist dabei zunächst, dass der Hund das Heelwork, das enge Bei-Fuß-Gehen, beherrscht. Daraus lassen sich dann wundervolle Choreographien zaubern, in die viele Tricks eingebaut werden können. Populär sind u.a. durch die Beine laufen, Drehungen, Rückwärtsgehen, Rollen, Pfötchen geben und so weiter. Eine wahre Meisterin dieses Sports ist Mary Ray aus England, die jährlich auf der Cruft’s, der größten Hundeausstellung der Welt, eine Vorführung darbietet. Auch auf dem europäischen Festland wird Dogdancing zunehmend populär, in Amerika durch Sandra Davis ohnehin. Im Jahr 2000 gab es in der Schweiz die erste Dogdancing-Europameisterschaft und es gab einige schöne Beiträge zu bewundern, etwa von Nicole Weber und ihrer Fly, die zu “I’m singing in the rain” eine gelungene Vorstellung bot. Auf Internationalen Ausstellungen sieht man mittlerweile auch in Deutschland oft Aufführungen aus dem Bereich Dogdancing. Das schwerste ist nicht, dem Hund die Tricks beizubringen, so etwas lernt jeder Border Collie im Handumdrehen, sondern eine schöne Choreographie zu einem ausgewählten Musikstück zu entwerfen. Man benötigt ein wenig Gefühl für die Musik und ein glückliches Händchen bei der Wahl des Titels, denn schließlich muss er auch zu dem Hund passen. Man darf gespannt sein, wie sich dieser interessante Sport in Deutschland weiter entwickeln wird. In den letzten Jahren hat er viele neue Freunde gefunden. Eine gelungene Homepage zu diesem Thema bietet Nicole Weber an.
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Wer einen schönen Border Collie hat, sollte mit ihm früher oder später einmal eine Ausstellung besuchen. Hier kann er sich mit anderen Artgenossen messen und der Besitzer erfährt, ob sein Hund dem Rassestandard entspricht. Voraussetzung für eine Teilnahme ist selbstverständlich, dass es sich um einen Rassehund mit VDH-Papieren handelt und dass er auf seinen Besitzer hört; des weiteren muss er sich in den Mund schauen und ggf. an die Hoden fassen lassen. Ansonsten muss man sich nur noch rechtzeitig anmelden, eine Meldegebühr bezahlen (i.d.R. ca. 15-50 Euro), an dem jeweiligen Tag seine Meldepapiere im Falle einer Spezialzuschtschau (bei Internationalen Schauen werden die Unterlagen zugesendet) am Veranstaltungsort abholen und los geht es. Nachfolgend werden die verschiedenen Klassen, Bewertungen und Titel beschrieben sowie eine Klassifizierung der Ausstellungstypen gegeben. Ach ja: Wenn man sich nicht blamieren will, sollte der Hund schon über eine gewisse Ringdressur verfügen, das bedeutet, er sollte das Kommando "Steh" beherrschen und auf Kommando "bei Fuß" laufen u.ä. Dies gehört aber normalerweise zur Grunderziehung des Tieres, so dass hier kein Problem entstehen sollte. Ausstellungen für den Border-Collie werden vom "Club für Britische Huetehunde" sowie vom VDH ausgerichtet. In deren Zeitschriften "Unser Rassehund" (VDH) bzw. dem "Club-Report" (C.f.Br.H.) findet man Termine
solcher Veranstaltungen.
A. Die unterschiedlichen Ausstellungsarten
1. CAC Spezialzuchtschau
Auf dieser Schau werden ausschließlich die vom Club für Britische Huetehunde betreuten Rassen gezeigt. Es werden die Anwartschaften auf das Nationale Schönheitschampionat des Club für Britische Hütehunde (Deutscher Champion Club) und die Anwartschaft auf den Titel des VDH-Siegertitels (Deutscher Champion VDH) sowie den Jugendchampion (CAC-J) vergeben.
2. CACIB Internationale Rassehundezuchtschau
An dieser von den VDH Landesverbänden oder vom VDH selbst organisierten Zuchtschau nehmen alle Hunderassen teil. Das besondere an dieser Ausstellung ist, dass hier, zusätzlich zu den nationalen Anwartschaften, auch die Anwartschaft auf das
Internationale Schönheitschampionat, das CACIB, vergeben wird. Hier kann man sich über sehr viele verschiedene Hunderassen informieren, hier herrscht aber auch sehr viel mehr Trubel als auf den Spezialzuchtschauen.
3. Bundes-, Europa- und Weltsiegerausstellungen
Diese Ausstellungen unterscheiden sich von den CACIB-Ausstellungen lediglich dadurch, dass noch zusätzlich der entsprechende Titel vergeben wird.Bundes- und Europasiegerausstellungen werden alljährlich in der Dortmunder Westfalenhalle durchgeführt. Die Weltausstellung findet hingegen jedes Jahr in einem anderen Land statt.
B. Definitionen gebräuchlicher Abkürzungen
Anwartschaft
In den unterschiedlichen Klassen an den Sieger und Zweiten vergebene Optionen auf unterschiedliche Titel in Form einer einfachen Karte.
BOB
Steht für "Best of Breed", schönster Hund der Rasse, er wird am Ende des Richtens unter allen Siegern der Klassen einer Rasse gewählt.
BIS
"Best in Show", schönster Hund der Ausstellung. Alle Rassebesten (BOB`s) werden gemeinsam bewertet.
CAC-J
Anwartschaft auf den Clubinternen Jugendtitel "Deutscher Jugendchampion".
CAC-VDH
Anwartschaft auf den nationalen Schönheitstitel "Deutscher Champion (VDH).
CACIB
Anwartschaft auf das Internationale Schönheits-Championat.
FCI
"Federation Cynologique International", weltweite Dachorganisation des Hundewesens.
C. Die Klassen
Es wird in verschiedenen Klassen und getrennt gerichtet (Rüde oder Hündin).
Jüngstenklasse (Puppy-Klasse)
Hier starten Hunde, die zwischen 6 und 9 Monaten alt sind. Da die Hunde noch nicht fertig ausgebildet sind, werden nur Hinweise (guter Nachwuchs, versprechend und vielversprechend (das Beste)) vergeben. Optimal, um seinen Hund auf kommende Aufgaben vorzubereiten, es gibt allerdings noch keine Titel.
Jugendklasse
Sie reicht von 9 bis 18 Monaten. Hier gibt es bereits Formwerte: vorzüglich (v), sehr gut (sg), gut (g) oder genügend (gnd). Die Werte bedeuten folgendes: Vorzüglich bewertet wird ein Hund, der dem Idealstandard der Rasse sehr nahe kommt, auch das Wesen sollte harmonisch sein. Sehr Gut bekommt ein Hund, wenn er die typischen Rasseeigenschaften repräsentiert. Er hat ausgeglichene Proportionen und wurde gut präsentiert. Gut: der Hund besitzt die Hauptmerkmale der Rasse, hat aber einige Fehler. Genügend: Der Hund entspricht dem Rassestandard gerade noch, hat aber nicht dessen allgemeine Eigenschaften. In der Jugendklasse können die Anwartschaften auf die Jugendtitel (Deutscher Jugendchampion) erworben werden.
Offene Klasse
Diese Klasse beginnt mit 15 Monaten. Hier werden alle Anwartschaften auf Siegertitel vergeben. Die Konkurrenz ist hier qualitativ wie auch quantitativ sehr hoch. Ein außergewöhnlich schönes Tier braucht aber keine Konkurrenz zu fürchten.
Siegerklasse
Wer hier melden möchte, muss schon ein Nationales oder Internationales Championat besitzen. Auch Bundes-, Europa-, und
Weltsieger dürfen starten. Klar, dass hier nur die besten Hunde zu sehen sind.
Veteranenklasse
Hier werden Hunde in fortgeschrittenem Alter präsentiert.
Ehrenklasse
Zur Meldung in dieser Klasse berechtigt nur das Tragen des Titels "Internationaler Champion". Dazu ist aber auch eine Arbeitsprüfung vonnöten.
D. Die Titel
1. Deutscher Jugendchampion
Wer drei Mal mit Vorzüglich 1.Platz bewertet wurde (in der Jugendklasse) erhält diesen Titel. Weitere Bedingungen siehe "Deutscher Champion".
2. Deutscher Champion
Der Titel wird verliehen, wenn a) vier Anwartschaften nachgewiesen werden, von denen mindestens zwei auf Internationalen oder Allgemeinen Zuchtschauen errungen wurden, b) zwischen der ersten und der letzten Anwartschaft muss ein Zeitraum von
12 Monaten liegen und c) die Anwartschaften müssen von mindestens drei unterschiedlichen Richtern vergeben worden sein.
3. Bundes-, Europa- und Weltsiegertitel
Diese werden auf den jeweiligen Ausstellungen gleichen Titels an den Siegerhund vergeben.
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Fährten
Beim Fährtenlesen folgt der Border Collie mit der Nase am Boden einer menschlichen Spur. Auf dieser Spur liegen Gegenstände, die der Hund anzeigen soll. In Prüfungen hängt die Schwierigkeit einer solchen Fährte von der Klasse ab, in der ein Hund startet. In höheren Klassen ist die Spur älter und verwinkelter, also schwerer nachzuvollziehen. Mit der Ausbildung zum Fährtenhund kann sehr früh begonnen werden und schon der kleine Welpe kann spielerisch gefallen daran finden, Dinge wiederzufinden. Für eine Prüfungsteilnahme ist wie beim Agility eine Begleithundeprüfung erforderlich.
Frisbee Freestyle
Diese Sportart ist vor allem in den USA sehr beliebt. In Deutschland wird sie häufig nur zum Spaß betrieben, denn besonders Border Collies jagen die Scheibe für ihr Leben gern, was, wie beim Ballspielen auch, sicher mit dem Hüteinstinkt zusammen hängt. Man sollte darauf achten, dass man eine qualitativ hochwertige Frisbee speziell für Hunde erwirbt, sonst kann das Gebiss Schaden erleiden oder der Fang verletzt werden. Da die Hunde sehr viel springen müssen, um die Scheibe zu fangen, sollte man nicht zu früh damit anfangen. Besonders im Sommer ist auch darauf zu achten, dass man den Hund nicht überfordert, viele Border Collies kennen erst dann ein Ende, wenn sie ihren Organismus überlastet haben. Ansonsten ist es aber eine spaßige Angelegenheit, bei der nebenbei auch die Muskulatur hervorragend trainiert wird.
Joggen
Border Collies sind ausdauernde Hunde, die natürlich auch sehr gerne laufen. Somit kann man sie problemlos zum Ausdauerlauf mitnehmen, allerdings sollte man auch hier, besonders im Sommer, darauf achten, dem Hund Abkühlung zu verschaffen, damit er nicht überhitzt. Wenn möglich, sollte man am Bachlauf joggen, der gut erzogene Hund kann ohne Leine mitgeführt werden und ab und an in das kühle Nass hüpfen. Regelmäßiges Laufen fordert die gute Bemuskelung des Hundes ungemein. Beachten Sie, dass man erst mit längeren Strecken anfangen sollte, wenn der Hund über ein Jahr alt ist.
Radfahren
Beim Radfahren gibt es einiges zu beachten, da es nicht ungefährlich ist. Es ist hierbei schon häufig zu Unfällen gekommen, etwa weil ein fremder Hund attackierte oder der eigene ins Fahrrad lief und etwa die Rute in die Speichen geriet. Der Hund sollte langsam an das Fahrrad gewöhnt werden. Ab einem Alter von etwa 9 Monaten bis einem Jahr kann man mit kurzen Strecken anfangen. Der Hund sollte rechts geführt werden und an einer Leine, die nicht am Fahrrad befestigt wird, sondern locker in der Hand gehalten wird, laufen. So kann in Gefahrensituationen, etwa bei Umfahren eines Hindernisses, die Leine fallen gelassen und ein Sturz verhindert werden. Auf Strecken, wo kaum jemand unterwegs ist, kann der gut erzogene Hund auch frei laufen. Das ist dann wieder günstig, wenn ein Bach- oder Flusslauf in der Nähe ist, so dass sich das Tier erfrischen kann. Generell gilt, dass man ein langsames Tempo wählen soll, um den Hund nicht zu überlasten. An besonders heißen Tagen sollte man darauf verzichten oder ganz früh morgens fahren. Radfahren sorgt für feste Muskeln und erhöht die Audauer.
Reitbegleithund
So unproblematisch, wie man oft hört, ist das Mitführen des Border Collie am Pferd durchaus nicht. Der Hütetrieb lässt ihn häufig das Pferd umrunden oder vor es rennen, was viele Pferde mit Ausschlagen quittieren. Das ist natürlich äußerst gefährlich. Mit einer guten Erziehung stellt es aber überhaupt kein Problem dar, den Border Collie zu einem zuverlässigen Reitbegleithund werden zu lassen, seine Ausdauer und Lauffreudigkeit sind ja gute Grundlagen. Der Hund muss früh gelernt bekommen, dass das Hüten von Pferden absolut tabu ist. Er muss auch in der Nähe des Pferdes ruhig und zuverlässig die Kommandos Platz, Bleib und im günstigen Falle ein Zurückkommando beherrschen. Selbstverständlich muss er auch lernen, neben dem Pferd herzutraben. Für längere Ausritte sollte der Hund, wie beim Radfahren auch, schon älter sein, um den Knochenapparat nicht zu überlasten.
Rettungshundearbeit
Eine sehr sinnvolle Beschäftigung stellt die Rettungshundearbeit dar, hier kann man sich mit seinem Tier zum Lebensretter ausbilden lassen. Border Collies brillieren auch in diesem Ausbildungsbereich. Hierbei sind vor allem Mut, Nervenstärke und eine gute und enge Bindung zwischen Mensch und Tier gefragt. Neben der Fährtensuche sind hier weiterhin Geschicklichkeit und Ausdauer gefragt, da es beim Einsatz im Katastrophengebiet zu extremen Belastungen kommen kann. Viele Informationen zum Thema finden sich auf der Internetseite Rettungshund.de.
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Grundgehorsam und Spieletipps
Bitte lesen Sie diese Hinweise auf der Seite Haltung nach. Nach der Neustrukturierung unserer Homepage haben wir uns entschieden, diese grundsätzlichen Hinweise auf die genannte Seite zu verlagern.
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